Montag, 1. September 2014

Drum bun! Have a nice trip!

29.08.2014 bis 01.09.2014
Beket - Turnu Magurele - Zimnic - Tutrakan
Auf dem Iron-Curtain-Trail                       8.276 km
Auf dem Donauradweg ab Bulgarien        463 km

"Drum bun"  -  Have a nice trip!
Sonntagmorgen kurz vor 5 Uhr. Plötzlich ist unser Zelt von Scheinwerfern taghell erleuchtet. Wir schrecken hoch und lugen hinaus. Im grellen Licht erkennen wir zwei Gestalten, die auf das Zelt zukommen. "Borderpolice. Your documents, please!" Wo um aller Welt kommen die denn um diese Uhrzeit her??? Wir kramen unsere Ausweise vor und schauen zu, wie die Beiden per Taschenlampe versuchen zu verstehen, was darauf geschrieben steht. Nach einigen Minuten verschwinden sie mit den Ausweisen in ihrem großen Geländewagen.. Es dauert sicher weitere zehn Minuten, bis sie wieder zu uns kommen, die Papiere zurück geben und sich mit "Have a nice trip!" in perfektem Englisch verabschieden. Wie schon in Bulgarien durften wir also auch in Rumänien mit polizeilichem Segen wild campen.... ;-)



"Drum bun" hätten sie auch sagen können. Das hören wir oft, wenn wir uns von Einheimischen verabschieden. Auch viele Ortschaften verabschieden so ihre Besucher: "Drum bun" oder "have a nice trip".

Ihre Pfirsiche haben toll geschmeckt!
Hier in Rumänien kommen wir recht oft und leicht mit Einheimischen "ins Gespräch". Wir können zwar kein rumänisch, aber oft helfen ein paar Brocken italienisch oder spanisch weiter - oder auch der Übersetzer auf unserer Android-Maschine. Mit Begeisterung hat ein Gast in einer kleinen Bar auf diese Weise mit uns kommuniziert, er hatte großen Spaß mit dieser Technik!

Wie freundlich die Menschen hier sind sieht man vielleicht auch daran, dass wir von einem jungen Mann zwei Paprika und von einer Frau drei Pfirsiche geschenkt bekommen haben. Einfach so. Vielleicht haben wir einen Sympathiebonus, weil wir uns mit Muskelkraft fortbewegen? Das ist hier nämlich noch weit verbreitet. Es wird innerorts nicht nur viel Rad gefahren, es sind auch noch sehr viele Pferde- und sogar Eselfuhrwerke auf den Straßen anzutreffen. Die meisten Gespannfahrer grüßen und winken uns zu, das ist wirklich sympathisch!

Eines von vielen Fuhrwerken
Dann ist da noch die Sache mit dem Wind. Jeder Radler kennt das, Wind kommt grundsätzlich von der falschen Seite. Meist von vorne oder von seitlich vorne, ganz selten nur von hinten. Seit wir an der Donau entlang radeln haben wir meist kräftigen Wind - von vorne! Am Eisernen Tor ging es noch, da war es nur eine Brise. Aber seit Bulgarien fahren wir ständig gegen den Ostwind - das ist stellenweise so, als ob man in einen Windkanal geraten wäre! Dabei ist Rückenwind wirklich fein! In Kroatien hatten wir das Glück, ein paar Kilometer mit ca. 35 km/h über die Straße zu flitzen. So ganz ohne Anstrengung! Oder als wir eine 10 %-Steigung hoch fahren konnten - das bringt ein Lächeln ins Gesicht eines Radlers!

Allerdings kam uns neulich der kräftige Gegenwind gerade recht: in größerem Umkreis brannten die Felder. Wir waren von Feuer und atemrsubenden Rauch umgeben. Offensichtlich störte das Niemanden, aber wir waren doch froh, dass uns der Gegenwind die Feuerwalze fern hielt....

Die Felder brennen - und niemand stört's........
Auch auf der Straße war es brenzlig!
 
  

Maisernte
Kontakte mit Einheimischen haben wir häufig


Günstige Büroräume....
...und Bauruinen



Kommentare:

  1. Hope you are enjoying your trip! :) I'm Arriving Kladovo today. It's extreme rain, so it will be a short stage. When do you think you arrive at the black sea?

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    1. Hi Stian, you often have rain - what a pitty! We hope that you are anyway enjoying your trip too! At the moment we have a coffee 40 km away from the Black Sea. :-) We're following your blog, especially to read about the heavy part in bulgaria.

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