Donnerstag, 28. August 2014

Welcome to Bulgaria!

27.08.2014  bis  28.8.2014
Kladovo  -  Negotin  -  Vidin  -  Lom
Auf dem Iron-Curtain-Trail     8.276 km
Auf dem Donauradweg ab Bulgarien   102  km

Wir erreichen Bulgarien
"Welcome to Bulgaria! Enjoy your trip." Mit diesen Worten begrüßt uns die junge Grenzbeamtin, nachdem sie sich vergewissert hat, dass die Fotos auf unseren Ausweisen zu uns passen. Das ist mal ein freundlicher Empfang!

Dabei waren die letzten Kilometer in Serbien noch einmal recht anstrengend, denn bei 33 Grad sind längere Anstiege mit Gepäck ziemlich schweißtreibend - und es gab gleich mehrere davon! Dies fanden auch Franziska und Markus, zwei Radreisende aus Köln, die wir im letzten Ort vor der Grenze trafen.



Schafe inspizieren unseren Zeltplatz - und finden ihn okay
In Bulgarien erinnert noch vieles an kommunistische Zeiten, vielleicht kommt uns dies wegen den kyrillischen Buchstaben aber auch assoziativ nur so  in den Sinn. Die Menschen leben in sehr einfachen Verhältnissen, sind aber uns Touristen gegenüber ausnehmend freundlich gesonnen. Oft winken sie uns zu, wenn wir vorbei radeln.

Freundlich war auch der Polizist, der abends vorfuhr, als wir gerade unser Zelt etwas versteckt auf einer Wiese aufstellten. Wir wollten ihm noch versuchen zu erklären, dass wir Regen befürchten und deshalb hier übernachten wollen, er aber meinte nur: "No problem!", winkte noch einmal zum Gruß und verschwand. Wir campten sozusagen mit polizeilicher Genehmigung. Später zog noch ein Schäfer mit seiner Herde vorbei, die Schafe gaben ebenfalls ihr okay zu unserem Nachtplatz.

Sie war unsere Übersetzerin und half uns zu einem tollen Menü
Inzwischen sind wir in Lom angelangt und wollen zu Abend essen. Mit der kyrillischen Schrift tun wir uns noch schwer, die Bedienung kann weder englisch noch deutsch - das ist ein Problem. Doch am Nebentisch hat eine in Deutschland lebende Bulgarin unsere Not mitbekommen und springt als Dolmetscherin ein. Mit ihrer Hilfe wird uns bald darauf ein köstliches Abendessen serviert.

Ach so - vielleicht fragt sich ja der eine oder andere Blogleser, warum wir jetzt plötzlich am Donauradweg sind? Ganz einfach: die letzte Etappe in Bulgarien ist auf dem Iron-Curtain-Trail extrem anspruchsvoll (17.000 Höhenmeter bei 600 km) und  teilweise auch wegen der geschotterten Wege sehr schwer zu befahren. Wir befürchten, dies innerhalb unserer restlichen Zeit nicht zu schaffen. Und weil wir ja sowieso schon an der Donau waren beschlossen wir, am Fluss weiter ans Schwarze Meer zu radeln. Damit können wir uns den Wunsch, von der Barentssee bis ans Schwarze Meer geradelt zu sein erfüllen, auch wenn die letzten Kilometer etwas einfacher absolviert werden.

Die Bulgarien-Etappe des Iron-Curtain-Trails können wir ja auch im nächsten Jahr noch anhängen....

Angler an der Donau



Die Jungs zeigen uns einen Bankomaten

Alles klar???


Abendstimmung an der Donau



Das ist die offizielle Route......






Kommentare:

  1. Donauradweg? Find ich gut! Ich denke, ich wär schon enttäuscht, nach der langen Reise nicht am Schwarzen Meer angekommen zu sein. Schließlich seid Ihr zwar den Iron Curtain Trail gefahren, aber ein wesentliches Ziel war es doch auch, von der Barents-See bis zum Schwarzen Meer zu radeln! Und wenn es Euch wurmt, die letzte Etappe "umgangen" zu haben: nächstes Jahr gibt es Bulgarien sicher immer noch ;-)

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    1. Genau das waren unsere Gedanken, als wir uns für den Donauradweg entschieden haben. Wir wollten einfach noch bis zum Schwarzen Meer kommen. Und nein, es wurmt uns nicht - es hätte sicher gewurmt, wenn wir auf der Route weiter gefahren wären und kurz vor dem Ziel aus Zeitgründen hätten abbrechen müssen....

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