Sonntag, 25. August 2013

Kalinka, Kalinka, Kalinka moja....

23.08.2013 bis 24.08.2013
Kaliningrad - Gdansk (Danzig)
Auf dem Iron-Curtain-Trail:       4.090 km

Bahnhof Kaliningrad


"Kalinka" - dieses Lied habe ich im Kopf, als ich am Morgen im Bahnhof von Kaliningrad stehe.....



Wir waren früh auf und sind gleich hierher zum Bahnhof gekommen, um den Zug zur Grenze zu bekommen. Doch der erste Schreck folgte beim Blick auf die Bahnhofsuhr: 9.00 Uhr! Um 8.50 Uhr war der erste Zug nach Mamanovo abgefahren!  Hier gilt offenbar Moskauer Zeit.









Nun ja, es werden ja noch mehr Züge dorthin fahren. Also mache ich mich auf, Tickets zu erwerben. Doch gleich als ich durch eine der Türen die Schalterhalle betrat, wurde ich von drei mit pizzatellergroßen Mützen behüteten Uniformierten wieder hinaus komplimentiert: ich hatte die Ausgangstüren benutzt, sollte jedoch durch die Eingangstüren gehen! Basta!

Nun denn. In der Schalterhalle sehe ich ein Kabuff, das russisch und auch deutsch mit "Bahnhofsdienstleiter" bezeichnet ist. Drinnen sitzt eine Frau, die sich intensiv mit Schriftstücken beschäftigt. Endlich blickt sie auf, bedeutet mir aber gleich, dass sie weder englisch noch deutsch spricht. Aber auf meine Frage nach Tickets zeigt sie auf das andere Ende der Halle.

Dort versuche ich mein Glück bei einem weiteren Kabuff und erhalte auf meine Sprachfrage nur ein harsches "RUSSISCH". Peng! Ich überlege gerade, wie ich das einordnen soll, da sehe ich, wie die gute Frau "MAMONOVO  18.00" auf einen Zettel kritzelt, den sie mir dann wortlos rüberschiebt.

Da fahren also nur zwei Züge täglich an die polnische Grenze! Aber bis zum Abend wollen wir nicht in diesem Moloch von Stadt nicht warten, auch wenn unser Radführer den Zug anstatt der "gefährlichen" Straße empfiehlt.

Der übliche Stau in Kaliningrad


Wir wagen uns auf diesen Streckenabschnitt und erreichen ohne Probleme gegen Mittag Polen.



Fromborg


Gedenkstätte Stutthof


Über das Frische Haff erreichen wir am Folgetag Danzig. Diese Stadt überrascht uns positiv mit der komplett restaurierten Altstadt und den schönen Patrizierhäusern. Hier einige Impressionen aus Danzig, das eine separate Reise lohnt:







Ach ja, so ganz nebenbei haben wir die 4000-km-Marke geknackt......


Kommentare:

  1. Jetzt habt Ihr bestimmt Hornhaut am Hintern ;-) Tja der russische "Humor" ist halt etwas anders... Oder ist es die Arbeitseinstellung?

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    1. Bis jetzt habe ich noch keine Hornhaut entdecken können..... ;-))

      Russland ohne Russischkenntnisse ist nicht immer ganz einfach - aber einen einfachen Urlaub wollten wir ja auch nicht. ;-))

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  2. Wie geht es eigentlich Möki? Hat er/sie (??) alle Grenzübertritte gut überstanden und freut er/sie sich schon langsam auf die Heimreise nach Deutschland? Hier in den heiligen Hallen laufen jedenfalls schon die Vorbereitungen zur Begrüßung und beruflichen Wiedereingliederung des Radhelden :-)

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    1. Möki (masc.) fühlt sich wohl in unserer Lenkertasche u lernt bereits die DB kennen. Was ihn in Stuttgart erwartet kann sich das scheue Nordlicht noch gar nicht ausmalen.

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  3. Hallo, wir vom RADtouren-Magazin haben den Lob Ihres Vortrages auf der Velotraum-Webseite gelesen. Wir würden eventuell gerne Ihren Bericht, oder einen Teil davon, veröffentlichen. Haben Sie daran Interesse? Wenn ja, melden Sie sich doch einmal. Mehr Infos: www.radtouren-magazin.com oder info@radtouren-magazin.com

    Weiterhin gute Reisen wünscht Jan Gathmann

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